Montag, 9. Mai 2022

Zur falschen Zeit am falschen Ort - Adrenalin pur

Ist Wildcamping gefährlich oder sicher? Hier unseren heftigsten Momente während cirka 300 Nächten an einsamen Orten. Die Sicherheit unterwegs beim Wildcampen.

Im April/Mai 2022 waren wir 2.5 Wochen in Andalusien unterwegs. Dabei ereignete sich beim Wildcampen eines unserer deftigeren Erlebnisse - etwas was uns wirklich unter die Haut ging.

Im letzten Drittel unserer Reise erreichten wir Cabo De Gata, auf Empfehlung unserer Recherche-Queen und auch auf Empfehlung von Juan, einem Mitarbeiter eines Hotels in Sevilla. 

Die letzten Kilometer der Anreise waren recht trostlos, endlose mit Stoffdächern überdachte Gemüsefelder, ungewöhnlich zugemüllte Strassenränder - und dann einen der schmucklosesten Orte "Cabo de Gata" luden nicht wirklich zum Verweilen ein.

Aber wir kehrten im Restaurant «Goleta Cabo de Gata» ein und hatten ein äusserst leckeres Mittagessen, ich hatte Muscheln und anschliessend Schwertfisch Steaks auf dem Tisch - beides aussergewöhnlich lecker. 

Wir hatten schon an der Anreise im Navi einen abzweigenden Track markiert, welcher laut Satellitenbild-Recherche direkt zum Strand führte, zwischen Almeria und Cabo de Gata. 

Nach dem Essen pflügten wir also circa 1-2 km über eine durchwachsene Piste in Richtung Strand. Nahe der historischen römischen Salzgewinnung stellen wir uns direkt an den Kiesstrand, circa 6-7 Meter von der Brandung entfernt. 

Ein schöner Wilcamping Platz mit herrlichem Rauschen der üblicherweise eher geringen Brandung des Mittelmeeres. Laut Google ist da der Unterschied des Meeresspiegels zwischen Ebbe und Flut nur ca. 10cm - und wir dachten, dass es zwar knapp an der Kante aber ausreichend sicher war, hinsichtlich der Entfernung.

Wir waren von den beiden vorgehenden Tagen und Nächten etwas geschafft - und legten uns schon um 16 Uhr ins Aufstelldach und schliefen bald ein. Unten hatten wir die Fenster mit Magnetmatten abgedunkelt, man konnte also nicht ins Fahrzeug hineinschauen. 

Ich schlief bis circa 4 Uhr morgens durch als mich eine wesentlich stärkere Brandung aufweckte, ich hörte in einiger Entfernung auch das Nageln eines schweren Diesel Motors auf dem Meer.

Ist Wildcamping gefährlich oder sicher? Hier unseren heftigsten Momente während cirka 300 Nächten an einsamen Orten. Die Sicherheit unterwegs.

Ich folgte dem Ruf der Natur und erleichterte mich - und schoss nebenbei auch das obenstehende Foto. Auch in der Nacht und bei Dunkelheit vermag ein neues Smartphone von Apple die Umgebung einigermassen einzufangen.  Die Wellen waren wesentlich grösser - aber wir standen ausreichend weit von der Brandung entfernt. Ich legte mich wieder ins Aufstelldach und zückte meinen Kindle um etwas zu lesen.

Kurz vor halb 6 morgens näherten sich mehre Fahrzeuge. Da der Kindle hintergrundbeleuchtet ist, brannte bei uns kein Licht - und ich wunderte mich trotzdem erst einmal nicht, wieso ich nur die Fahrzeuge hörte, aber keine Lichtkegel sah.

Es schlugen Türen und die Ankommenden führen angeregt/aufgeregt Diskussionen. Ich wunderte mich darüber, dass lokale Fischer mitten in der Nacht so kommunikativ unterwegs waren, bemerkte aber die arabische Sprache. 

Als sich meine Freundin umdrehte, beschwichtige ich sie, dass wohl die Fischer ein Boot ins Wasser lassen würden, inzwischen hörten wir rundherum die Männer angeregt reden. Es wurde so laut, dass wir das nicht mehr überschlafen konnten.... 

Ist Wildcamping gefährlich oder sicher? Hier unseren heftigsten Momente während cirka 300 Nächten an einsamen Orten. Die Sicherheit unterwegs.

Meine Freundin öffnete bei sich das Seitenfenster im Aufstelldach (Reissverschluss) und schaute heraus - schloss das aber sogleich wieder ohne Kommentar. Beim VW Bus ist nach dem Öffnen des Fensters ausserhalb noch ein Mosquito-Netz, wir im inneren dürften so weiterhin nicht direkt sichtbar gewesen sein (siehe oben).

Ich tat selbiges bei mir und schaute hinaus. Ein Mann voll in Schwarz gekleidet stand direkt vor dem Fenster, er hatte eine Sturmhaube an, die nur Mund und Augen aussparten, mit einem orangenen Muster um die Augen herum. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und starrte direkt hoch zu mir. 

Meine Freundin schaute auch hinaus und leise schlossen wir den Reissverschluss wieder etwas (aber nicht ganz) - und legten uns wieder zurück.

Im Aufstelldach ist man vom Stoff umgeben, sowohl Licht als auch ein reger Austausch war nicht möglich - ohne dass dies von Aussen zu sehen gewesen wäre. Auch das Heruntergehen aus dem Dach hätte zu bemerkbaren Schwankungen geführt - und wir entschieden uns dazu -  erst einmal nicht zu reagieren.

Rund um uns herum waren immer mehr Menschen am Rufen, diskutieren und ich richtete mich langsam auf - um einen weiteren Blick zu riskieren. Ich lag auf der Seite zum Meer - und sah, dass der maskierte Mann nicht mehr im Sichtbereich war. 

Draussen im Meer war ein Holz-Fischerboot zu sehen, wie Fischer es verwenden - und ein grosses Schlauchbot. Gerade verliessen eine Reihe von mutmasslichen Migranten das Schlauchboot und eine circa 15 Mann grosse Crew war dabei in einer Menschenkette grössere weisse Pakete an Land zu bringen. Wir waren wirklich im Weg und die Waren/Menschenströme schienen auf beiden Fahrzeugseiten an uns vorbeizuströmen. 

Erschrocken legte ich mich wieder hin. Das war nicht irgendeine kleine Operation - hier wurde eine augenscheinlich riesige Ladung gelöscht. Eingeschüchtert legte ich mich wieder hin - nun noch sorgenvoller.  

Hatte mich der maskierte Mann anfangs doch erschüttert - anscheinend wollte man augenscheinlich nichts von uns - solange wir nichts unternahmen - sonst hätten sie schon lange versucht uns aus dem Auto zu bekommen. Aber dass wir in einer so grossen Operation waren, liess kommender Ärger wegen unnötiger Zeugen doch irgendwie wahrscheinlicher machen.

Aber wir hielten still, blieben im Aufstelldach liegen. Ich hatte das Handy bei mir, getraute mir aber wegen der Licht & Geräusch-Emission nicht - etwas zu unternehmen. 

Nach circa 20 Minuten starteten 1-2 Fahrzeuge und es wurde etwas ruhiger, aber noch immer waren wir von jeder Menge Menschen umgeben und hörten Stimmen. Leise liess ich mich nach unten gleiten und räumte den Fahrersitz etwas freier. Meine Freundin kam auch nach unten - und sie flüsterte ich solle die Polizei anrufen.

Unten im Bus waren wir mit den verdunkelten Fenstern etwas geschützter, auch konnte man uns nicht mehr so gut hören wie oben im Aufstelldach. Ich verneinte zuerst, "die lassen uns in Ruhe und wir sie", aber sie hatte Sorge, dass die Sache doch noch eskalieren könnte. 

Also ruf ich die 112, den internationalen Notruf. Im Flüsterton schilderte ich, dass wir mit unserem Bus am Meer inmitten einer Drogen / Migranten Lieferung standen. "Why are you whispering" kam zurück -  und ich schilderte, dass wir umgeben waren von Menschen. Ich fragte, ob sie mich orten könnten, aber sie verneinten und fragten nach unserem Standort. 

"Cabo de Gata" Beach reichte ihnen nicht - und wir mussten unseren Standort erst mit Google-Maps einmal selbst eruieren (36°49'18.1"N 2°17'41.2"W).

Wohl mangels Aufgeregtheit habe ich bei der Recherche aufgelegt - aber sie meldete sich mit einer lokalen (aber sehr kurzen) Nummer zurück. 

Wir hatten ein riesiges Glück, - dass mein Telefon auf lautlos gestellt war - ansonsten wäre jetzt auch draussen klar gewesen, dass wir aktiv waren. Die lokale Polizei wollte unseren Standort genau wissen - danach legten sie auf. Nach 2-3 Minuten klingelte es wieder - und eine Dame ohne grosse Englisch-Kenntnisse versuchte mehr über uns und unser Fahrzeug zu erfahren - resignierte aber bald und legte auf. 

Um uns herum waren noch immer Rufe zu hören, noch immer liefen Männer um unser Fahrzeug herum. Dann gab es eine grosse Aufbruchsstimmung, Fahrzeugtüren wurden geschlagen und circa 3 Fahrzeuge starteten und fuhren um uns herum und davon.  Es wurde leiser - einige Stimmen zeigten aber das wir noch nicht ganz allein waren. Auch auf dem Meer war ein sehr starker Motor zu hören - anscheinend wurde manövriert (aber nicht weggefahren).

Die Fahrzeuge kamen nach 3 Minuten zurück, Türen schlugen und ein lautes Rufen begann. Wollten Sie nun doch die Zeugen beseitigen?? Die Rufe wurden von Meerseite Schiff(en) erwidert - und während wieder einige zum Strand liefen hörte ich in der Diskussion neben uns 2x "Policia, Policia". Nun schienen sie zu wissen das wir angerufen hatten - oder zumindest dass diese aktiv wurden.

Erneut wurde gerufen, und die Fahrzeuge fuhren wieder los. Ich setze mich auf den Fahrersitz und machte mich fahrbereit für den Notfall, fand es aber sicherer noch nicht loszufahren, sondern zu warten. 

Zum einen lagerte das «Outdoor Paket» (Tisch, Klappstühle) lose auf dem Radträger und würde verloren gehen, auch waren da noch mindestens 2 Boote direkt am Ufer. Ich löste die Thermomatte an der Front und linste nach draussen - vorne war niemand, also legte ich die Windschutzscheibe komplett frei und versuchte mir einen Überblick zu verschaffen.

Meine Freundin schloss währenddessen das Aufstelldach und machte uns so noch etwas fahrbereiter. Wir entfernten noch die anderen Thermomatten und konnten unser Umfeld erst einmal überblicken.

Am Meer war noch immer das mittelgrosse Holzfischerboot, das oder die Schlauchboote waren anscheinend schon leise aufs Meer hinausgetuckert. Die Migranten waren zu Fuss in Richtung Almeria aufgebrochen, teilweise vielleicht auch in den Fahrzeugen mitgefahren. Da es nur PKWs waren und keine Busse, dürften die Autos aber mit der (Drogen?)-Lieferung randvoll gewesen sein - 20min Entladen - das war eine grosse Lieferung.

Vom Landesinneren näherte sich ein Fahrzeug mit Scheinwerfer - vielleicht doch die ersten Fischer oder die Polizei? Ich startete den Motor und war bereit zum Losfahren. Es gab nur eine Zufahrt, aber der Kiesstrand wäre auch ohne 4x4 befahrbar gewesen und wir hatten daher ausreichend Fluchtoptionen. 

Wir überlegten wieder zu starten, entschieden dann aber doch, dass es sicherer war abzuwarten anstelle einer möglichen Verfolgungsjagt mit mangelnden Ortskenntnissen. In Fahrtsichtung kam vor dem nächsten Ort eine Flussmündung, ich nahm nicht an, dass wir bis nach Cabo De Gata hätten fahren können.

Der Wagen näherte sich und wendete, um augenscheinlich mit den Scheinwerfern unser Fahrerhaus beleuchten zu können (wir sahen, dass 2 Personen im Fahrzeug waren, Fahrer und Beifahrer. Ich manövrierte in Schrittgeschwindigkeit - um genau dies zu verhindern, ohne jedoch weiter zu versuchen weg zu fahren. 

Der Fahrer stieg aus und lief dort zum Meer wo vorher die Menschenkette zum Boot aktiv war. Hatten sie etwas vergessen, verloren - Ware, Peilsender oder anderes? Ein grünes Markierungslicht zeigte uns, dass das Fischerboot noch immer keine 10m vom Ufer entfernt wartete. 

Von uns beobachtet schaute der Mann auf das Meer und ging wieder zurück ins Fahrzeug, wendete (wobei ich wieder in langsamer Schrittgeschwindigkeit wegfuhr) - und fuhr an uns vorbei zurück ins Landesinnere. 

Ich hielt wieder an und wartete ab. Ich kannte nur einen Weg weg von hier - und hielt diesen für noch immer kompromittiert - und fühlte mich im Auto nun mit laufendem Motor und fahrbereit - auch sicher(er).

Wieder kamen Scheinwerfer vom Landesinneren. Hatte das Fahrzeug gewendet, um wieder zu uns zu kommen? Das Fahrzeug fuhr einen Bogen und wir sahen an der Silhouette des Blaulichts, dass es ein Streifenwagen war. Ich machte eine Lichthupe und sah einen zweiten Streifenwagen diesen erwidern. 

Der Polizeiwagen machte Blaulicht an und hielt auf mich zu - ich stieg aus und signalisierte, dass ich angerufen hatte. Einer der Beamten konnte leidlich Englisch und bald schwärmten die Beamten etwas unmotiviert aus. Ein Mannschaftsbus und ein weiterer Polizeiwagen erschienen.

Als dann ein Polizei Beamter mit einer kleinen Handtaschenlampe ins Meer leuchtete, wendete ich den Bus und leuchtete mit den LED-Scheinwerfern ins Meer. Die Boote waren weg.

Die Beamten fragten uns kurz aus und meinten dann das das recht normal wäre, dass hier andauernd Kokain und Migranten an Land kommen würden.

Sie meinten wir könnten nun weiterschlafen - aber wir fuhren zur naheliegenden 24h BP Tankstelle, um wieder zu uns zu kommen. Keine 100m vom Strand entfernt entdeckten wir noch einen kleinen geparkten Lieferwagen - der am Abend auch noch nicht da gewesen war. 

Ich wunderte mich auf der Fahrt auch darüber, dass wir nach dem Rufen der nationalen Notrufhotline, dem auslösen eines Polizeieinsatzes mit 4 Fahrzeugen und mindestens 6 Mann - nicht mal einen Rapport unterschreiben mussten. Lag dies nur an der Sprachbarriere?

Wir standen an der Tanksäule und sahen zu wie es langsam hell wurde. Fragten uns ob in der zu den Morgenstunden schon gut besuchten Cafeteria auch Leute waren, die vorhin am Strand waren - und sich nun selber sorgen machten, dass wir sie erkennen könnten. 

Wir entschieden uns - erst einmal Kilometer zu machen. Wir untersuchten unseren Bus sehr genau, filmten die Fahrzeugunterseite und Radläufe mit der Selfie Kamera unserer Smartphones um etwaige GPS Tracker oder Airtags zu entdecken (ohne unter das Fahrzeug kriechen zu müssen) - und fuhren los. Fuhren erst einmal Umwege und stellten sicher dass wir nicht verfolgt wurden - und verliessen die Küste in Richtung Landesinnere.

Es wurde 13:30 Uhr bis eine spanische Nummer anrief - und die Polizei uns dann doch gerne gesehen hätte, zweckes eines Rapportes. Wir waren aber schon 120 Kilometer entfernt in einem Nationalpark und versuchten unsere Nerven mit einer kleinen Wanderung zu beruhigen. Wir gaben an schon in Richtung Portugal unterwegs zu sein - und machten alle Angaben nur telefonisch. Was hatten wir schon gesehen. 

Ein Fischerboot, ein Schlauchboot, ein maskierter Mann, eine cirka 15 Mann Crew beim Entladen, so einige mutmassliche Migranten, zahlreiche weisse Pakete, einige Fahrzeuge ohne Licht, eines davon ein Audi, das Fahrzeug mit Licht ein verbeulter Peugeot 206 oder ähnliches - keine Kennzeichen, keine Identifizierung von Personen.

Die nächste Nacht verbrachten wir in einer kleinen Retorten Stadt, ein Golfresort mitten im nirgendwo, mit Hotels, Restaurant, Mauern darum herum - und einem eigenen Sicherheitsdienst. Jedes Fahrzeug wurde bei der Zufahrt via Schranke gestoppt, die Insassen mussten sich ausweisen und auch wir mussten uns mit unserer Hotelbuchung den Zugang erbeten.  

Eine tolle Umgebung für unser gesteigertes Sicherheitsbedürfniss... Im Sinne einer Konfrontationstherapie gab es am nächsten Abend dann doch wieder ein Wildcamp mit Lagerfeuer - damit sich diese eher traumatische Erfahrung sich nicht setzen konnte.

Ist Wildcamping gefährlich oder sicher? Hier unseren heftigsten Momente während cirka 300 Nächten an einsamen Orten. Die Sicherheit unterwegs.

Das war doch einer der gefährlicheren Momente meiner Reisen, selbst wenn ich die Transafrika berücksichtige. In Mauretanien hatte ich einen Vorfall, der mein Adrenalin ähnlich befeuert hatte, auf der Panamericana war es auch einmal etwas knapper, aber ohne diese grossen Adrenalin-Schübe.

Folgende Links zeigen, dass dies ein grösseres Problem im südlichen Spanien ist, und dass Immigranten & Drogenschmuggel via Meerweg schon mehrfach auch die Medien beschäftigt haben: 


Haben wir uns selber richtig verhalten? Hätten wir besser reagieren können? War es gefährlich die Polizei zu rufen? Ich bin gespannt was ihr Mitleser darüber denkt! Via Satellitenbild sahen wir später, dass wir durchaus am Strand entlang hätten fliehen können - sogar in beide Richtungen. 

Gerade da wir hier im 4x4tripping Blog gerade erst das Thema "Sicherheit beim Reisen und unser eigener Einfluss darauf" thematisiert haben, zeigt obiger Vorfall auch auf - das man einfach auch mal zur falschen Zeit am falschen Ort sein kann. Spannend ist da auch meine Risiko Bewertung aus dem 2014 zum Thema Weltreisen.

So ganz nebenbei habt ihr unser temporäres Reisegefährt nach dem Verkauf von Brummie auch einmal gesehen, wir sind noch nicht sicher ob dieses Setup bestand haben wird. 

8 Kommentare:

  1. Angst zu haben in einer unklaren, möglicherweise gefährlichen Situation, ist eine völlig normale Reaktion. Für die Vermummten habt ihr aber offensichtlich keine so große Gefahr dargestellt, dass sie glaubten, euch beseitigen zu müssen. Grundsätzlich glaube ich, dass ihr alles richtig gemacht habet. Offensichtlich war aber niemand an euch und eurem Fahrzeug interessiert, sprich, ihr habt für niemanden eine wirkliche Bedrohung dargestellt. Ob es richtig war, nicht so bald wie möglich zu fliehen, lässt sich im Nachhinein nicht beurteilen.

    Wir selbst haben die Welt umrundet und alle Kontinente mit dem G auf selbst organisierten und durchgeführten Reisen durchquert. Mulmig war uns einmal in Guatemala, ansonsten können wir keine bedrohlichen Erlebnisse berichten. Das gefährlichste unterwegs war mit weitem Abstand der Straßenverkehr in einigen Ländern.

    Gruß Gerd

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  2. Interesting story!
    Exactly 5 weeks ago we found 11 bricks of heroin while hiking on the remote western coast of Fuerte Ventura. It took quite a bit of effort and initiative to get the location to the Guardia Civil, and a surprising/ disappointing amount of follow up before they confirmed that they retrieved the drugs.
    Lots of food for thought.

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  3. Wenn die Polizei eher gekommen wäre, hättet Ihr schnell als Geiseln enden können. Lass die ihr Ding machen und mach Du Deins, aber halte Dich raus. Die Polizei garantiert Dir keine Sicherheit. Wenn sie mit drin steckt, bist Du dran...

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  4. Genau das wäre auch meine Meinung. Kopf und Kragen mit einer Heldenaktion zu riskieren ist sinnfrei.

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  5. Puh, natürlich eine heftige Situation. Beruflich beschäftige ich mich schon sehr lange mit dem Thema der illegalen Immigration von Afrika nach Spanien. Als du schriebst, dass ihr die Polizei gerufen habt, standen mir wirklich alle Haare zu Berge. Ich rate jedem, der an diesen spanischen Küstenabschnitten mit dem Wildcampen liebäugelt, sich vorher einmal mit dem Thema zu beschäftigen. Dort landen verzweifelte Menschen nach einer fürchterlichen Überfahrt in Hoffnung auf ein besseres Leben. Gefährlich für euch wären mutmaßlich nur die Schlepper gewesen...

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  6. Sehr deutsches Verhalten und sehr deutsche Ansichten.

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    1. Ich komme aus der kleinen aber schönen Schweiz. Da es ein ähnlicher Kulturkreis ist, könnte es da durchaus parallelen geben. Was ist denn für dich das typische daran?

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  7. Das Thema gibt's in Andalusien seit über 30 Jahren. Die wollten nichts von euch und konnten nicht kurzfristig umplanen.
    Ganz schlechte Idee hier die Cops zu rufen!
    Das hätte sehr ungut enden können für euch.

    Etwas informieren im Vorfeld wäre nicht verkehrt gewesen.

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