Freitag, 22. Januar 2021

Mit Drohnen auf Reisen - nicht immer unproblematisch


Wunderschöne Videos von Weltreisenden wie dieses hier, inspiriert immer mehr Reisende dazu selber auch Drohnen mit auf die Reise zu nehmen. Was vor Jahren oftmals noch eine Grauzone war, ist heute doch oft schon recht gut reglementiert und wird gegebenfalls auch entsprechend sanktioniert. 

Drohne Gesetze - im Ausland verboten oder erlaubt - eine Länderkarte und Beispiele für Gefägnis
Für eine Mietwagen Overlanding Reise in Eaquador im 2018 hatte ich mich gut vorbereitet. Damals hätte ich für meine Drohne 800$ Einfiuhrzoll berappen müssen, wäre diese entdeckt worden. Ich hatte mich hier auf mehreren Ebenen vorbereitet: Kaufbeleg einer günstigeren DJI Einstiegsdrohne um die Gebühren zu umgehen - Ausdrucke der Richtlinien der gebuchten Airlines zum Drohnentransport und Akku Transport, meine Haftpflicht für Drohnenfliegen (international) erweitern lassen.

Und ich hatte mich mit der damals kleinsten guten Drohne ausgerüstet, der DJI Mavic Air. In meinem kleinen Reiserucksack war diese am Boden verstaut, Notebook, Ladegeräte, Ipad, Fotokamera sollten zusätzlich ablenken.

Tatsächlich absolviere ich so mehrere Internationale und auch nationale Flüge innerhalb von Equador - ohne dass die Drohne auch bei den Scans aufgefallen war. Mit Equador war mein Risiko auch nur finanzieller Art. 

Ein Reisender der nur ein Land besucht hat hier anderere Möglichkeiten um sich um eine Genehmigung und notwendigen Abklärungen zu kümmern. Wir Selbstfahrer die auf ihrer Reise über 10 Länder befahren, machen dies oftmals auf gut Glück, denn für Genehmigungen bleibt da keine Zeit. 
Auch ich hatte im 2012 eine Drohne auf meiner Transafrika über die Westroute Afrikas mit im Gepäck und wurde kein einziges mal im Detail durchsucht. Einmal musste ich den Drohnenkoffer öffnen, und dem Zollbeamten erschloss sich der Inhalt wohl nicht.

Drohne Gesetze - im Ausland verboten oder erlaubt - eine Länderkarte und Beispiele für Gefägniss

Heute sollte man schon sehr genau abwägen, ob man dieses Risiko eingehen möchte, denn viele Länder haben hier im 2021 inzwischen klare gesetzliche Regelungen. 

In den letzten Jahren gab es so einige Vorfälle, wo die Reisenden im Gefängnis gelandet sind, manchmal hat auch schon nur der Besitz bzw die Einfuhr ausgereicht.

Im 2013 gab es einen  gut dokumentierten Fall von einer Transafrika auf der Ostroute, wo zwei Reisende für einige Tage im Gefängnis waren, als bei der Einreise eine DJI Drohne im Kofferraum entdeckt wurde. Mit Gadaffi war damals auch noch das bereisen von Lybien möglich und der Landweg nach Ägypten offen: Link 1 und Link 2.

Andere Overlander erwischte es im 2019 im Iran mit dem Thema Drohne: Nach meinen Recherchen war das ein längerer Gefängnis aufenthalt: Link (spätere freilassung). Oder aber es gab in Marokko (wesentlich kleinere)  Probleme bei der Einreise Link.

Obwohl der Drohneneinsatz in einigen Ländern verboten ist, gibt eine Youtube Recherche schnell einen Einblick wie streng diese gehandhabt werden. Was natürlich nicht vor Problemen schützt wenn es hart auf hart kommt.

Ein Vergleich mit dem Suchbegriff "Drone Video" gespickt mit den Ländernamen ist ein guter Indikator für die höhe des Risikos. Drohnen Videos im Iran sind sehr dünn gesäht um mal ein Beispiel zu bringen.

Drohne Gesetze - im Ausland verboten oder erlaubt - eine Länderkarte und Beispiele für Gefägnis

Ich vermute dass da in vielen Ländern doch noch immer einiges zusammen kommen muss. Das Fluggerät an sich muss gefunden und erkannt werden, ein Zöllner der sich nicht auskennt - und schon kann der weitere Verlauf recht dynamisch ablaufen. Weder die Sprache können, sich dumm stellen oder unkooperativ sein, oder an einen Beamten geraten der einen wirklich schlechten Tag hat.

Mit Dronen wie der DJI Mavic Air, die so klein verstaubar ist bin ich beispielsweise nach Equador geflogen und habe mehrere Inlandsflüge inkl. Galapagos Besuch absolviert, ohne dass die Drone im Rucksack bei den Scans aufgefallen wäre. Equador kann hier eine erhebliche Gebühr verlangen, wenn Sie entdeckt wird. Die Mavic Mini II ist nochmals wesentlich kleiner.

Wieso wir überhaupt daran denken, Drohnen mit auf Reisen zu nehmen, fragen sich bestimmt einige. Ich hoffe dieser Film vom einmalrundum beantwortet diese Frage. Die Akzeptanz von Drohnen beleuchtet dieser Thread im Weltreise Forum ganz gut.

Folgende Weltkarte visualisiert euch, in welchen Reiseländern eine tiefere Rechereche zur Drohneneinfuhr oder zum Drohnenflug zwingend erforderlich ist:

Drohne Gesetzeslage, international drone law. Can bring you to jail
(c) visualcapitalist.com

Auf der verlinkten Website auf visualcapitalist findet ihr auch Detailkarten pro Kontinent. Wer nicht auf einer Weltreise ist, sollte die zu bereisenden Länder via https://drohnen-camp.de/drohnen-gesetze-weltweit/ prüfen. Dass Beispielsweise Drohnen in Equqdor auf den Galapagos generell verboten sind, dafür muss man auch dort recht im kleingedruckten nachlesen.

Auch in der EU kommen Neuerungen im 2021, der Drohnenführerschein für alles über 250g.

Fazit:

Erkundige Dich vor deinen Ferien oder deiner Reise. Es sind diese Zeit durchaus Wert, die lokalen Regelungen, Bussen und Gebühren zu kennen. Das hilft dabei, nur diese Kämpfe zu kämpfen, die man auch Gewinnen kann.

In Equador mit dem Zöllner zu kämpfen weil man eine Gebühr von 800$ zu hoch findet ist müssig. Hinfliegen mit dem Wissen was es kosten kann, falls die Drone entdeckt wird, verlagert die Entscheidung über den Transport der Drone in ein wesentlich entspannteres "Setting" - dem Zuhause vor dem PC...

Mit der Fluggesellschaft fighten weil man sich nicht vorbereitet hat und die Richtlinien der Airline bezüglich Dronen und Akkus nicht kennt - ist sinngemäss genauso verschwendete Lebenszeit. Das endet gerne mit der Entsorgung der Drone und der Teilnahme am Flug, oder aber dem "nicht antreten" des Fluges auf eigene Kosten. Auch kürzt es das Verfahren am Checkin ab, da das Personal oft selber die genauen Regelungen nicht kennt.

Erkundige Dich vorher ob der Besitz, die Einfuhr und der Betrieb der Drone legal möglich ist, was ein Verstoss kostet und lass es dann entweder bleiben - oder aber auch nicht. 

Das führt auch dazu dass man sich mit der notwendigen Ernsthaftigkeit mit dem Thema auseinandersetzt - und damit - ob einem dieses Hobby auch das ganze Wert ist. Bei mir rechtfertigen die Flugkilometer unterwegs weder die Anschaffung des Gerätes, noch die eigegangenen Risiken oder Aufwendungen - etwas was sich seit dem 2012 noch nicht geändert hat... Aber dass ist ein anderes Thema ;-)

Drohnen Strafmass busse verboten gesetzgebung gefängnis
Hast Du dich vorbereitet dann kannst Du im Diskurs mit den Behörden entspannter agieren, hast Ausdrucke und Links zur Hand, hast die notwendigen Dokumente (Quittungen, Versicherungen, lokale gesetzlichen Regulierungen, Regelung der jeweiligen Airline zur Hand - und solltest damit solche Begegnungen entspannt hinter Dich bringen können.

Je kleiner die Drohne ist, desto schwieriger ist es diese zu entdecken. Eine DJI Mavic Air Mini macht heute auch sehr gute Videos und Fotos und wird definitiv nicht von einem Zöllner als Waffe eingeschätzt. Unter 250g Fluggewicht ist nun mal eher ein Spielzeug in der Wahrnehmung des Betrachters. 

Die kleine Drohne Mavic Mini II bringt in der Generation 2 alles wichtige mit: 3 Achs Gimbal, 4K Videos, 30 min Flugzeit, Linsen-Filter Erweiterungen und ist erstaunlich wendig. Selbst bei starker Brise kann man sie noch einsetzen. Das Video Livestreaming wird auf ein Smartphone oder Tablett übertragen und reicht einige Kilometer weit - ausserhalb des sichtbereiches Fliegen - ist aber fast in allen Ländern verboten...

Eine Hinderniserkennung, ist in der Mavic Mini jedoch nicht zu finden, aber unsereins braucht diese bei Landschaftsaufbahnen nicht. Ansonsten müsste man zu der Mavic Air2 greifen, in meinen Augen immer noch klein genug, einen Vergleich der DJI Drohnen findet ihr hier.

Hinsichtlich Assistenzen und Einsteiger-Freundlichkeit ist der Hersteller DJI zurzeit führend, mit Abstand...

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