Donnerstag, 31. Dezember 2020

Video des Monats #3

Ein schönes Video über den aktullen Themenschwerpunkt im 4x4tripping Blog, der Transsibiria. Welche Einblicke und Abenteuer kann man auf der nördlicheren Variante der Seidenstrasse erleben?

Hier wird die Grenze bezüglich der Streckenwahl jedenfalls deutlich überschritten, für potentiell eher alleinreisende wie mich. Hier risikiert man das Material schon mehr als deutlich, was leider wie immer mehr reizt als abschreckt. Wenn ein Schnorchel verbaut ist, wäre es ja auch doof wenn dieser nicht gebraucht würde. 

Nach 8 Jahren und 110`000 Reisekilometer hatte ich im September mal resümiert, welcher Offroad Umbau am Reisefahrzeug wirklich notwendig war

Das passt ganz gut zum Thema und Video, man kann sich durchaus schon im Vorfeld damit auseinandersetzen, wie sehr man mit seinem Reisefahrzeug ins Gelände fahren möchte.

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Transsibiria und/oder die Seidenstrasse

Transsibiria vs Silkroad

Neben der Panamericana und Transafrika zieht auch die Seidenstrasse immer wieder uns Selbstfahrer in ihren Bann. Noch immer gibt es unzählige Möglichkeiten der Routenwahl, wenn auch einige optionale Länder heute im 2020 etwas abenteuerlicher klingen, wie Beispielsweise Syrien, Afganistan oder den Irak.

Obenstehend sind die heute heute gängigeren Routen mal ganz grob einskizziert, für die sich aktuellere Reiseblogs finden. 

Für mich besticht die Transsibiria Route (oben in Blau) - mit der Einfachheit mit der die Route bereist werden kann. Mit nur einem Visa und einer Währung kann man hier eine 10`000km lange Strecke bereisen und damit viel Sehen und erleben. Wer dies auf dem kürzestmöglichen Weg absolviert, dem ist sowieso nicht zu helfen ;-)

Auch locken Offroad Abenteuern abseits der befestigten Strassen, von der  Road of Bones bis hin zu der BAM Road. Zur letzteren habe ich hier im 4x4tripping Blog schon mal ein schönes, wenn auch etwas reisserisches Video bzw Reisebericht vorgestellt: Roadstosomewhere.

In meinen Augen sind das tendenziell eher Mythen wie Beispielsweise die Deathroad in Bolivien und ein wesentlich grösseres Abenteuer wäre abseits der ausgetreteten Pfade jederzeit greifbar. 

Die Transibiria bietet am Ende auch tolle Optionen. Via (Auto-) Fähre wäre Japan und Südkorea erreichbar, aber auch Nordkorea wäre auf dem Landweg möglich.

Eigentlich müsste man hier auf unterschiedlichen Routen hin und zurück, um Russland etwas besser kennen zu lernen, ganz unabhängig von der Seidenstrasse. Wenn man im Leben nur mehr Geld und Lebenszeit hätte - um all diese Reiseträume zu erfüllen. 

Wenn ich zwischen der nördlichen Transsibirischen Route und der südlichen Seidenstrasse entscheiden müsste, würde ich stark zu letzrerer tendieren - hier dürften vermutlich  die kulturellen Unterschiede noch bunter und eindrücklicher sein.

Auf der klassischen Seidenstrasse sind neben einigen Visathemen auch andere Hemmnisse zu bewältigen. 

Bei Myanmar und China haben aktuell für uns Selbstfahrer die grössten Restriktionen, hier gibt es Guide Zwang, und autonomes Fahren im Land ist zumindest im eigenen Fahrzeug und ohne Guide nur mit grossen Hürden oder auch gar nicht erreichbar. 

Klassische Seidenstrasse vs Transibiria

"Es geht nicht" - gibt es bei solchen Vorhaben nie, immer ist mal wieder jemand der erste, der zeigt dass es mit der notwendigen beharrlichekeit dann eben doch machbar ist. Deswegen hier auch meine etwas vaage Formulierung.

Das beinhaltet auch Reisen nach Butan oder Nordkorea - die mit mit der notwendigen Sorgfalt bei der Planung und Vorabklärungen möglich werden können.  Ein mir bekannter Iraker fährt jedes Jahr mit Auto von der Schweiz in den Irak und sagt dazu dass dies problemlos geht - um ein weiteres Beispiel zu bringen. 

Zur Seidenstrasse gibt es eine tolle Website https://caravanistan.com mit velen Tipps zu Visas und der aktuellen Reisesituation.

Wir Selbstfahrer suchen uns die notwendigen Informationen zusammen und nehmen den Rest als Abenteur mit. Wer nicht selber planen möchte, und/oder Beispielsweise das Reisen in einem grösseren Verbund schätzt - wird mit den Touren Beispielsweise von Seabridge recht glücklich werden. Diese bieten aktuell auch Nordkorea fürs 2021 als buchbare Option an, weswegen ich sie hier überhaupt auch erwähne ;-)

Reiseblogs: Euroasia / Transibiria:

https://eurasiaoverland.com/2017/09/02/43i/

https://eurasiaoverland.com/2017/09/16/43ii/

https://eurasiaoverland.com/2017/10/14/43iii/

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Donnerstag, 17. Dezember 2020

Ecoflow R600 Pro - erster Eindruck

Hands on und erster Test des Ecoflow R600 Pro

Wieder einmal habe ich beim Crowdfunding auf das richige Pferd gesetzt und der R600pro kam mit der zu erwartenden Verzögerung von ca. 2 Monaten. Die ersten Eindrücke finde ich sehr positiv und möchte euch hier auch an diesen Teilhaben lassen.

Mit dabei sind auch einige Sorgen und Kritikpunkte, die sich aber noch nicht erhärtet haben. Ein Review wird noch folgen, erste Eindrücke möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten:

Pro:
- Display mit klarer Angabe der Lade/Entladeströme, Batteriecomputer
- Die Ecoflow App (iOS/Android) zeigt die aktuellen Werte 
- Die Ecoflow App (iOS/Android) erlaubt die Steuerung von 12v / 220v Invertern (an/aus)
- Der 220v Inverter mit 600/1200Watt befeuert auch meinen 1800W Wasserkocher 
- 12v Ladung (Solar/Auto) ist auf 200w begrenzt, dh ein Schutz ist eingebaut
- Moderne Notebooks (MacBook Pro, X1 Yoga G5)  laden direkt ab 100W USB-C Buchse
- Auch bei 0 Grad funktioert das ganze völlig Störungsfrei.

Cons:
- Nur ein Eingang für Solar/Car Charging (Manuell Wechseln oder Doppelstecker kaufen)
- Die tollen Ladezeiten und Performances des R600Pro wurde mit einer aktiven Belüftung erkauft
- Ladegeräte für 12V und 220v müssen extra angeschaltet werden

Befürchtungen / muss noch ertestet werden:
- Die App läuft über Wifi - muss dieses im Reisefahrzeug bereitgestellt werden (Smartphone Hotspot oder mehr)?
- Die aktive Belüftung, läuft diese auch beim 12v laden? (dh Kühlbox).
- Performance bei Umgebungstemperatur über 30 Grad (aktive Belüftung)


Erfahrungsbericht Test und Review des Ecoflow R600 ProErfahrungsbericht Test und Review des Ecoflow R600 Pro
 
Das Laden via Solar wird trotz der winterlichen Bedingungen um die 0 Grad natürlich auch erprobt.

Solarladung und erster Erfahrungsbericht und Review des Ecoflow R600 Pro
Im Internet habe ich zwei Reviews des kleinen Bruders, des R600 Max gefunden. Die beleuchten doch nicht ganz unkritisch die Stärken und Schwächen der älteren Modelle. Die Kritikpunkte beziehen sich hier aber meist auf die für uns Overlander recht unwahrscheinlichen Szenarien wie:

- 220v laden und gleichzeitig den 220v Inverter benutzen
- Mehrere R600 Geräte mit im Verbund nutzen

Da erkenne ich keine Relevanz für unseren Usecase  - aber am besten schaut ihr euch diese einfach mal an:

Part1: https://youtu.be/afk4VV_-2ZQ
Part2: https://youtu.be/kaUesizlOG8

Anderer Review  https://youtu.be/5WPs1hKtvKI erklärt und veranschaulicht ab 20:10 schön, wie der 220v Inverter Geräte betreiben kann, für die er eigentlich zu schwach wäre: bzw wie die XBoost  Technologie funktioniert.

Hier habt ihr noch drei Screenshots der App, die euch einen ersten Eindruck vermitteln:

Erfahrungsbericht  / Test/  Review des Ecoflow R600Pro

Und hier noch die Herstellerangaben zu der Lautstärke der aktiven Belüftung. Ob diese Belüftung für uns Overlander überhaupt eine Rolle spielt, muss noch ertestet werden. 

Wenn wir auf einer Campsite Landstrom (110v/220v) erhalten, lädt der R600P innert 2 Stunden und sollte unseren Schlaf nicht tangieren. 

Den 220v Inverter über nacht aktiviert zu lassen ist recht unrealistisch, wäre aber in diesem Fall zumindest im Geländewagen zu laut zum schlafen.

Test und Review des Ecoflow R600p

Zwischenfazit:

Dafür ist es fast noch ein bisschen früh. Es gibt noch kein No-Go Kriterium aber noch einige Bedenken die nicht unerheblich sind. 

Klasse ist dass ich mit dem MacBook Pro (BJ 2020) und dem Lenovo Yoga X1 (Gen5) belegen konnte, dass man hier direkt via USB-C Buchse laden kann und der Einsatz eines 220V Netzteiles im Fahrzeug nicht mehr notwendig ist. Mitnehmen sollte man das Netzteil für Hotelbesuche natürlich trotzdem.

Klasse ist auch, dass der Inverter vor nichts halt macht und sogar einen 220V Wasserkocher mit 1800 Watt befeuert. So schnell bekomme ich im Reisefahrzeug nicht mal mit Gas das Wasser warm - trotzdem ist dies kein realistischer usecase. Wer unbeding seine Nespresso oder Dolce Gusto Kaffeemaschine mitführen möchte, kann dies mit dem R600pro bedenkenlos machen. 

Der Kaffemaschinen Einsatz ist übrigens etwas was mein riesiger und schwerer (2.3kg) Votronic 600w Sinus Inverter mir bislang gnadenlos verweigerte. 
Daher bin ich von diesem 8.5kg Würfel R600 so richtig begeistert, wie er mein bisherhiges Stromsetup der 1500 Euro Kategorie so einfach ausspielt!

Gerne nehme ich via Kommentarfunktion weitere Themen entgegen, wass ich tiefer testen soll. 

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Argentinien und der Blue Dollar

Howto exchange blue dollar easily

Im 2015 hatte ich in meinem Südamerika Reiseblog schon darüber berichtet, wie sehr der Bluedollar mein Reisebudget in Argentinien aufgebessert hatte.

Folgendes Beispiel zeigt schnell, dass es hier um viel Geld geht, wenn man das Wechseln entsprechend durchführt.

Offizieller Wechselkurs:   1`000 USD =   8`812 Peso
Strassen Wechselkurs:    1`000 USD = 15`102 Peso gemäss https://bluedollar.net/ (Dez 2020).

Durch die strikte Währungspolitik der Regierung ist ein Parallelmarkt für Dollar entstanden. Da die locals auf dem normalen Weg kaum an USD kommen, um Beispielsweise ihr Vermögen in einer vermeintlich sicheren Währung anzulegen- ging der inoffizielle Kurs immner weiter auseinander. Seit 2015 hat sich der Kurs aber recht stabil wie obenstehend eingependelt.

Es ist natürlich nicht jedermanns Sache, den oftmals etwas schmierigen Kerlen in den Einkaufstrasen der Innenstädte  mit ihrem "Cambio, US Dollar rufen" in einen Hinterhof zu folgen, um dort Bargeld im Wert von 1`000 USD zu wechseln. 

Auch bekommt man den "Bluedollar" Wechselkurs nur gegen Cash - und wird am Geldautomaten oder bei Bezahlungen mit der Kreditkarte ausschliesslich mit dem offiziellen Wechselkurs bedient.

So gab es nicht wenige Reisende, die sich am Geldautomaten / Wechselstuben in den Nachbarländern in Chile/Uruguay/Bolivien wieder mit frischen US Dollar versorgt haben, um dann in Argentinien auf der Strasse wieder von dem Bluedollar Wechselkurs profitieren zu können.

Natürlich erhöht dieser Hinterhof wechseln den Puls, da man einen Überfall oder Falschgeld nicht ausschliessen kann, die Jungs definitiv versuchen werden sich zu ihren Gunsten zu verzählen. Wer mag kann dies heute aber auch viel viel bequemer abwickeln.

Tipp: entspanntes Geldwechseln in Argentinien

Aber heute kann man auch ganz entspannt von dem guten Wechselkurs profitieren:

Bei Western Union kann man ja bekanntlich Geld verschicken. Auch Geld an sich selber. Von der Kreditkarte abgezogen und zu einem Bluedollar Kurs in Bargeld ausgezahlt.

Die Gebühren pro Transaktion sind mit 4,90 €  bzw 5.90 CHF dabei recht marginal und werden fix verrechnet, unabhängig von der Höhe der Überweisung. Hier mal eine recht anschauliche Visualisierung:

Argentinien vom günstigen Blue Dollar Wechselkurs profitieren ohne Risiko

Das ist keine Hexerei und kann Online bei Western Union von jedem durchgeführt werden. Ausbezahlen lassen geht in den Western Union Filialen, die meist nur in urbanen Gegenden anzutreffen sind.

Bitte werdet dabei nicht zu übermütig - am Ende eurer Reise könnt ihr nur Pesos im Wert von 100 USD zurückwechseln. 

Obiges Beispiel mit dem Wechselkur vom 16.12.2020 veranschaulicht gut, dass der Western Union Wechselkurs zur Zeit sogar noch besser ist als der offizielle Bluedollar Kurs.

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Fährverbindung: Russland - Japan - Süd Korea

Eastern Dream Fähre

Immer mal wieder recherchiere ich zur Seidenstrasse /  Transsibiria Route, diesmal etwas tiefer auch aus latentem eigenem Reiseinteresse.

Nachdem ich in einem aktuellen Artikel die Meldung zu einer "neuen" Fährverbindung zwischen Russland - Japan - Süd Korea gefunden hatte, habe ich etwas nachgeforscht. Neu ist diese ja nicht und war zwischen 2010 und 2020 schon in Betrieb (andersreisen.net).

Neu dürfte aber zumindest der Bau eines internationalen Passagierterminals sein, der seitens Süd Korea bis Ende des Jahres fertig gestellt werden soll. 

Fährverbindung

Wann die Fähre wirklich wieder startet - ist sicher auch von der aktuellen Covid Situation abhängig.

Die Fähre Eastern Dream verbindet Russland (Wladiwostok) - Japan (Maizuru)  - Süd Korea (Pohang) und bietet Platz für 480 Passagiere, 130 TEU-Container, 250 Autos und 50 LKW.

Aktuell dürfen wir davon ausgehen, dass die Fähre weiterhin betrieben werden wird.

Buchungen und Fahrpläne: https://www.directferries.com/donghae_vladivostok_ferry.htm

Unter obenstehendem Link findet ihr die Fahrpläne, Preise und Verfügbarkeit (dh aktuell nicht)

Für uns Selbstfahrer die von Europa aus in Richtung Japan starten haben hier eine schöne Möglichkeit auch Japan und Südkorea zu erreichen, ohne zur kostenintensiven Container-Verschiffung greifen zu müssen. Für eine Roro Verschiffung könnte sich noch https://www.fesco.ru/en/clients/complex/special-machinery/ anbieten, ich denke wegen der Covid Situation wird aber aktuell niemand einen solchen, im vergleich zur Fähre auch wesentlich teureren Workaround benötigen.

Insbesondere wer die aktuell wieder geltenden Hürden für Selbstfahrer in China umgehen möchte - kann hier schön über Russland nach Japan und Südkorea Reisen. Das klingt doch als Variante zur klassischen Seidenstrasse nach einer schönen Alternative "Transsibirien" oder aber einer schönen Route zurück, nach einer gefahreren Seidenstrasse.

Ich habe Nordkorea auch schon als wählbare Option für organisierte Reisen fürs 2021 entdeckt, dies sollte auch für uns Overlander machbar sein, eine Anfrage könnte sich da durchaus lohnen. 

Mich überraschen aber auch die Bildern vom Inneren der oben genannten "Eastern Dream" Fähre, die durchaus ansprechend sind:

(c) directferry (link)

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Landcruiser und ARB Sahara Frontbar beim crash/unfall

How ARB Frontbar handles a heavy crash / accident

Ich hab mich immer gefragt, wie sich ein wirklich schwerer Umfall mit ARB Frontbar auwirken würde. 

Ob das von Toyota geplante Crashverhalten auch wie gewünscht vorstatten geht und die Kraft des Aufschlags über die knautschzonen abgefangen wird.

In einer australischen Online-Zeitung habe ich ein doch recht schlimmes Beispiel gefunden, welches zeigt dass sich die massive Frontbar mit dem Fahrzeug verformt.



Es hat leider auch etwas "geschmäckle" - das Bild eines Unfalls zu zeigen. 

Aber hier gibt es einfach auch die Interesse von uns Fahrern die mit Frontbar unterwegs sind - und nicht mehr wissen als dass die Frontbars zugelassen sind und damit auch geprüft wurden.