Mittwoch, 18. März 2020

Bedeutung des Corona (COVID-19) lockdown für Reisende

Auswirkung Corona Virus auf Weltreisen und Overlanding

Unsere Medien konzentrieren sich ziemlich auf die Situation in Europa, aber auf Facebook, Reiseblogs und Foren erfährt man recht schnell die wie andere Länder reagieren.

Viele Overlanding-Reisende sind schon an Landesgrenzen abgewiesen worden und überlegen nun, ob Sie noch eine der anderen Nachbarländer erreichen könnten.

Andere Reisende in Afrika berichten, dass sie heute morgen noch Grenzen passieren konnten. Andere Berichten dass Sie jetzt an Ende ihrer Reise nicht einmal mehr eine Fahrzeugverschiffung organisiert bekommen. 

Am besten informiert ihr euch via Facebook Gruppen eurer Region. Eine Anleitung dazu findet ihr hier: Facebook als Realtime-Informationsquelle für Selbstfahrer

Die Problematik ist, dass auch Hotels und Campsites geschlossen werden können und alle die unterwegs sind sich überlegen müssen wie sie die nächsten Tage und Wochen überstehen sollen.

Plötzlich bringt eine gewisse Autarkie wie Solarzellen, Boardbatterie, Wassertank und Filtersystem doch einiges an Komfort mit sich, wenn man einige Wochen an einem abgelegenen Ort eine Auszeit geniessen möchte. Ich hoffe ihr seid auch etwas gerüstet.

Wenn ich unterwegs wäre, würde ich mich entsprechend bevorraten (auch mit Bargeld) und einen schönen abgelegenen Platz suchen der Feuerholz und Wasser bietet und dort abwarten und die unfreiwillige Auszeit geniessen. Die Solarzellen erlauben mir zumindest die Kühlbox (in unseren Breitengraden) oder sogar auch den TK permanent laufen zu lassen, auch bei einem Regentag dazwischen. Wieso nicht mal die Angelschnur ausprobieren und die Speisekarte mit einem leckeren Fisch bereichern?

Wäre meine Autarkie geringer, würde ich mich in einer ländlichen Region eine temporäre Heimat suchen, Privat bei einem Bauern, Hacienda, Fischer oder ähnlichem. 

In Europa gehe ich auch weiterhin nicht von einem Versorgungsengpass aus auf den wir zusteuern, könnte mir aber gut vorstellen dass dies in Ländern der zweiten oder dritten Welt die Dinge knapper werden könnten, die unsereins kulinarisch bevorzugt. 

Daher meine Empfehlung an alle Selbstfahrer im Ausland: suchte euch einen gemütlichen Ort aus, bevor eure Reisefreiheit auch im jetzigen Reiseland eingeschränkt wird. Wasser, Brennholz und Lebensmittel solltet ihr dabei haben, oder Vorort erwerben können. Bargeld Vorräte aufstocken falls notwendig - und nochmals Volltanken.

Wohl gemerkt, als gesunder Mensch in jungen und mittleren Jahren erwartete euch in der Regel nur Grippesymptome falls ihr euch anstecken solltet - aber die Länder reagieren heftig um eine schnelle Ausbreitung und damit einhergehende Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Neben dem schliessen der Landesgrenzen ist auch mit einer Beschränkung der Bewegungsfreiheit innerhalb der Länder zu rechnen.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen schönen Platz für die nächsten Tage findet!



Freitag, 13. März 2020

Transafrika über die Ostroute

Transafrika Ostroute africa
(c) Wikipedia
Mein letzter Artikel über die Schwierigkeiten zum Einstieg für die Transafrika über die Ostroute stammt aus dem 2013 und ich habe die letzten Updates im 2014 eingepflegt. Es ist daher Zeit für einen neuen Artikel um zu schauen was aktuell möglich ist.

Aktuell sind einige Unterwegs die via Jordanien, Israel, Sinai nach Ägypten via dem Grenzübergang Taba gereist sind.

Einige auf Facebook, andere haben einen Blog.

Anscheinend ist aktuell problemlos möglich mit einem Diesel oder 4x4 einzureisen und an der Grenze die erforderlichen Genehmigungen zu ergattern.


Transafrika Ostroute africa





























Das sind doch mal positive Neuigkeiten über den Grenzübergang bei Taba. Wie immer könnt ihr über die Komentar-Funktion andere Webseites oder Blogs anderer Reisender angeben. Private Facebook Profile werde ich nicht verlinken, auch wenn die Protagonisten in öffentlichen Gruppen kommunizieren sollten.

Aktuell hilft dass uns Reisenden aufgrund der Corona-Issues wenig - zumindest für uns aus der DACH Region. Alle CH Reisende müssen aktuell in eine 14 Tägige Quarantäne und müssen einen entsprechenden Platz bei der Einreise nachweisen. Auf dem Landweg werden aber vermutlich die Regeln gegenüber dem jeweiligen Ausreise-Land angewendet...

Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Reisende unterwegs auf der Ostroute:

Familie mit Wohnmobil on Tour:
http://www.untouracinq.com/2019/09/bien-arrives-en-egypte.html

Eine aktuelle Liste von Reisenden auf der Transafrika über die Westroute werde ich in einem separaten Artikel aufbereiten.

Freitag, 28. Februar 2020

BOG Out Bergungskit - die Seilwinden-Alternative

Hier haben wir doch mal eine kleine und federleichte Alternative zu einer Seilwinde. Bog out kann mit wenigen Handgriffen montiert werden und tut seinen Job augenscheinlich sehr gut. In einer kleinen Stofftasche unter 2.5 Kilo kommt Bog Out daher.


Alle Leser die schon abschätzen können dass ihr Fokus mehr auf einer Langzeitreise liegt, anstelle der regelmässigen Suche nach dem besten Schlammloch an den Wochenenden - sind damit gut beraten.

Eine Seilwinde mit Halterung und Kabel bringt einiges an Gewicht mit sich, die man dann immer mit sich führt - auch zwischen den Reisen.

Dass wir Fernreisenden meist völlig überladen unterwegs sind, habe ich schon einmal in einem Artikel beleuchtet.

Seilwinden-Frontbars überstehen neuerdings den TÜV/MVK Besuch hinsichtlich einer Neueintragung nicht mehr, ausser man ist Förster oder hat andere berufliche Begründungen. Da kommt der Suche nach alternativen doch immer mehr Bedeutung zu.

Den Bog Out findet ihr im Web 

Zahlreiches Videomaterial findet ihr auf der Herstellerwebsite unter Videos. Ich habe nur dabei etwas bedenken, wenn nur ein seitlicher Ankerpunkt verfügbar ist...

Freitag, 21. Februar 2020

Overlanding Association

Auch beim Thema Overlanding gibt es bestreben das ganze in einen Globalen Verband zu packen und mit regionalen Verbänden zusammen einen Verbund zu bilden. Dem Reisenden mit Informationen zu helfen aber dabei natürlich auch etwas Geld zu verdienen oder die Unkosten zu decken.

Das ganze ist natürlich ein dynamisches Unterfangen und lebt von den Informationen von uns Reisenden und hilft anderen die Informationen suchen. Wenn wir denn alle auch etwas mithelfen, sind die gesammelten Informationen durchaus auch hilfreich oder interessant.

World-Map wo ist das Carnet de Passages erforderlich?
Carnet de Passages Weltkarte

Legales wildcamping geht nicht überall
Legalität von Wildcamping
Diverse Weltkarten lassen sich abrufen, durch klicks kommt man auf weitere Details. Von Spritpreisen, "wo braucht es den internationalen Führerschein" gibt es doch einiges spannendes zu entdecken.

Vielleicht braucht es ja so ein Verband, damit auch der Wildwuchs an regionale Facebook Gruppen zum Thema Overlanding durch vom "Verband" freigegebene und damit auch gemanagte Gruppen an Qualität gewinnen? Ich sehe dem ganzen mit gemischen Gefühlen zu...

https://overlandingassociation.org/

Spannende Informationen sind allemal gesammelt worden, viel Spass beim stöbern.


Freitag, 14. Februar 2020

Scenic Routes - Navigation der anderen Art

Die schönsten kurvenreichen Routen finden

calimoto - eine Lösung für Motorradfahrer verspricht - die nach einem besonderen Algorithmus berechneten garantiert kurvenreichste Route um von A nach B zu kommen. Hier gedacht als eine Lösung zum Kurvenräubern für Motorradfahrer. Aber ein durchaus spannender Ansatz auch für uns Reisende.

Mal angenommen wir wollen von Zürich nach Basel reisen, haben sogar Ortskenntnisse. Aber weder die "kürzeste Strecke", noch "Autobahn meiden" bringt unser Navi mal wirklich auf neues Terrain. Die Wildcampsuche auf der Strecke wäre so möglich, aber die Strecke führt noch immer zu sehr durch die Zivilisation.

calimoto.com leistet hier unglaubliches auf der Strecke - gleich erging es mir auf berechnete Routen in Süddeutschland und Rumänien.

Heraus kommt eine Route die länger dauert, viel mehr Kilometer erfordert - aber wirklich auch an abgelegene Gebiete führt - selbst für Ortskundige eine spannender neuer Track. Auf dem Screenshot seht ihr die Route Zürich-Basel.

Montag, 10. Februar 2020

Facebook als realtime Informationsquelle für Selbstfahrer

Nützliche Informationen in Facebook Gruppen für Selbstfahrer
Zu Facebook habe ich durchaus eine kritische Grundhaltung. Aber als "realtime" Informationsquelle ist die Plattform durch die Gruppen-Funktion doch extrem aufgewertet worden.

In Foren oder Blogs schreibt nur ein sehr kleiner Anteil an den Reisenden. Und meistens erst einige Tage später.

Reisende die auf Facebook aktiv sind, tauschen sich auch unterwegs reger aus. Und so sammeln sich durch euch Reisende jede Menge Informationen.

Der Screenshot links verdeutlicht den Stellenwert sehr gut, wenn wir dies mit den aktuellen Informationen im Wüstenschiff und Hubb Forum im gleichen Zeitfenster vergleichen mit dem Fokus auf die Sicherheitslage in Guinea.

Wie ich im Beitrag "die Sicherheitslage richtig Einschätzen" schon skizziert habe, muss man heute schon mehrere Informationsquellen abgrasen - um für abgelegene Gebiete mit erhöhter Risikolage ein verlässliches Bild zur Sicherheitslage zu erhalten.

Die Schwierigkeit ist auch auf Facebook die richtige Gruppe zu finden und die richtigen Suchbegriffe zu verwenden. Viele Gruppen muss man erst beitreten um Informationen darin lesen zu können, daher ist eine reine Suche via Facebook Suchfeld nicht wirklich zielführend.

Freitag, 7. Februar 2020

Vorsicht bei der Abfertigung von Dokumenten unterwegs!

Fahrzeug in Peru beschlagnahmt
Es lohnt sich bei bei den Grenzübergängen denjenigen auf die Finger zu schauen, die eure Papiere bearbeiten. Ein Fehler bei einem temporären Fahrzeugimport kann je nach Reiseland zu Bussen oder gar zu beschlagnahmten Fahrzeugen führen, wie dieses Beispiel zeigt.

Eine Gruppe von Motorradfahrer reiste in Peru ein, einer aus der Gruppe erhielt nur 30 Tage in seinem temporären Importpapieren (normal 90 Tage). Bei der Ausreise führte dies zur Beschlagnahmung des Fahrzeuges. Dies wird offiziell seitens Sunat auch so kommuniziert, dass ein Fahrzeug eingezogen werden kann.

Daher mein Tip: Kontrolliert die Papiere denn ein Fehler kann teuer werden oder unnötigen Ärger mit sich bringen!

Auch bei der Anzahl der Tage die man sich im Land aufhalten darf, bei der Einreise können Fehler passieren.

In Afrika war des öfteren etwas Unterstützung notwendig, damit die Grenzbeamten die Papiere ordentlich bearbeiten, bis hin zum "wo den Ausreise-Stempel" im Pass setzen.  Auch beim Ausfüllen des Carnet de Passages kann etwas Hilfe eurerseits nicht schaden.

Die Website http://wikioverland.org/ hilft auch dabei, sich über die geltenden Regeln pro Reiseland zu informieren - optimiert für die Informationen für uns Selbstfahrern.

In gewissen Ländern braucht es zwingend einen Feuerlöscher, oder aber "zwei" Pannendreiecke. Sich vorzubereiten hilft beim entspannten Reisen.

Samstag, 1. Februar 2020

Windows Soxx - Mücken und Sichtschutz am Fahrzeug



Fenstersocken, Windows Soxx, Mückenschutz für Auto / Van / Geländewagen
Fenster Socken - Windows Sox
Für das Schlafen im Reisefahrzeug gehören diese Fenstersocken noch immer einer der wichtigsten Ausrüstungs-Utensilien. Sie sind so selbstverständlich geworden, dass wir ein Übernachten im Fahrzeug ohne sie gar nicht mehr vorstellen können.

Wir montieren diese jeden Abend draussen, da sie die Mücken und Fliegen und anderes Krabbelzeucg zuverlässig abhalten.

Wer kann, zaubert sich diese bestimmt selber genau nach Mass. Allerdings werden die normalen 3M Mückenschutz-Netze der mobilen Belastung nicht standhalten, speziell wenn man mal vergisst sie abzunehmen - und an Sträuchern entlangfährt.

Vielleicht schreibt ihr ja einen Kommentar für andere Leser, welche Stoffe sich hier eignen. Wir haben die "originalen" Windows Soxx aus Australien passend zum Land Cruiser 200 geordert - auch nach einem Jahr leben im Fahrzeug - sind keine Abnutzungserscheinungen zu sehen.


Montag, 27. Januar 2020

Die Sicherheitslage richtig einschätzen


Sicherheitsmeldungen Weltweit 2020


Wie können wir Reisende die Sicherheitslage einschätzen? Wenn es nach den Reisewarnungen des EDA oder des Auswärtigen Amtes geht, sind doch viele Länder ohne Reiseempfehlung gelistet.

Viele Vorfälle im Ausland schaffen es nicht in die Berichterstattung der heimischen Medien, so dass wir uns ohne proaktives recherchieren gar kein genaueres Bild machen können.

Suchen wir pro Reiseland nur nach "Sex and Crime" - dann erscheint selbst das Reiseland Schweiz als gefährliches Pflaster, weil es in Basel oder Zürich fast jedes Wochenende zu übergriffen kommt, jemand verprügelt oder ausgenommen wird, oder es zu Schussabgaben kam.

Auch Vor-Ort erhält man oft irreführende Angaben. Auf meinem Transafrika-Trip wurden wir zuverlässig vor dem kommenden benachbarten Land gewarnt, dass es gefährlich sei, die Sicherheitslage bedenklich sei, wir nicht weiterfahren sollen. Dies sowohl von Privatpersonen als auch von seiten der Polizei. Dass könnte nun doch irritieren, wenn man sich nicht vorbereitet hat.

Freitag, 17. Januar 2020

aktuelle Satelliten-Messenger von Garmin

Satelliten-Messenger im Vergleich

Hinsichtlich der Satelliten-Messenger hat sich seit meinem letzten Artikel aus dem 2013 doch einiges getan. Diesmal beschränke ich mich auf das Iridium Satellitennetzwerk - welches noch immer das einzige ist was die ganze Welt abdeckt. 

So langsam sind die Germin Messenger auch alleine brauchbar, nicht wie früher erst im Zusammenspiel mit einem Smartphone. Je nach Geschmack gibt es nun auch hochauflösende Displays um das hochwertige Kartenmaterial auch direkt zu nutzen.

Der Handel der Geräte und der Abonnements ist völlig losgelöst. Die Garmin Inreach Geräte findet ihr bei vielen Onlinehändlern.

Freitag, 10. Januar 2020

Park4night App - wildcamping leicht gemacht

Wildcamping, Stellplatz suche, Platzsuche

Dieses Jahr war ich für zwei Monate auf Wildcamping Tour durch Europa. Die Reise führte über Östereich, Slowenien, Kroatioen, Bosnien, Serbien, Bulgarien, Rumänien., Ungarn wieder nach Österreich zurück.

Zeit das Equipment und damit auch die Apps mal wieder im Reisealltag zu prüfen und zu testen.

Wie auf jeder Reise habe ich auch diesmal keinen Campingplatz angesteuert und auch nur zu den Apps gegriffen, wenn ich auf eigene Faust keinen Wildcamp-Spot finden konnte.

Wieso ich lieber selber suche? Meist sind die durch Apps bekannten Plätze etwas stärker zugemüllt, Holz für das Lagerfeuer ist dünner gesäht und nicht zuletzt wissen die Locals dass dort gelegentlich Reisende sind. Auf einem bekannten Platz kann auch noch spät in der Nacht ein anderer Reisender eintreffen und wird eine weile benötigen bevor sein Schlafsetup bereit ist.

Aber manchmal ist man zu spät dran für die Suche, erreicht erst bei Dämmerung das Meer - und schon rettet einem die richtige App den Abend.