Mittwoch, 27. August 2014

Diesel und Benzin Filter für die Fernreise

Der Treibstoff (Benzin und Diesel) den man im Ausland berziehen kann, hat nicht immer die Qualität die man sich wünschen würde. Immer öfters liest man zwar dass das doch heute kein Problem mehr wäre. Aber ungeachtet dessen finden sich immer wieder Berichte über Fahrzeuge mit Defekten und Reparaturen aufgrund von schlechtem Sprit.

Dieselfilter Zusatzfilter Benzin Filter
MrFunnel Treibstoff Filter (Diesel, Benzin, Kerosin)
Gerade letzte Woche las ich von einem FJ Cruiser der auf der Ostroute in Äthiopien einen Defekt an der Benzinpumpe hatte, wegen Wasser und Metallspänen im Sprit.

Natürlich sind gerade modernere Fahrzeuge sehr heikel wegen der Spritqualität, aber spätestens bei Metallspänen und anderen Partikeln - leiden doch alle Fahrzeuge.
Ich habe ja kürzlich einen Artikel geschrieben, über die 8 wichtigsten Ausrüstungs-Gegenstände für unsere Afrika-Reise. Vielleicht ist diese nicht ganz komplett. Denn wir hatten einen MrFunnel Filter dabei und haben jeden einzelnen Tropfen Diesel gefiltert, der in unserem Tank gefüllt wurde.

zusätzlicher Diesel und Benzinfilter mit WasserabscheiderSolche "leisen" Helfer vergisst man bei so einer Aufstellung wohl nur all zu schnell, der Erfolg ist ja nicht gut messbar ;-) Wären wir ohne liegen geblieben? Ich denke ja, spätestens beim Tanken aus den Fässern am Wegrand - waren im Filter doch deutliche Rückstände zu sehen. Und die Menge an Sprit die beim Tanken am Ende übrig blieb - und partout nicht durchfliessen wollten - weist auch auf Wasser hin.

Lösungsansätze zum zusätzlichen Filtern gibt es einige. Verbaubare Zusatzfilter mit Wasserabscheider, mit Heizung, mit Zusatzpumpe, mit Reinigungdiagnose-LED im Fahrzeug - zusätzlich zum originalen Treibstofffilter. Das ist natürlich bequem - aber wenn man eine volle Tankladung mit verunreinigtem Sprit bezogen hat, wird die Reinigung doch auch umständlich, wenn der Zusatzfilter alle 10km dicht macht.

Während meiner Recherchen war ich auf die fest verbaubaren Filter von Separ, Donaldson und Racor gestossen. Die Umbau-Massnahmen waren mir aber dann zu gross, mit der zusätzlichen Dieselpumpe (für modernere Common Rail Fahrzeuge), Heizung und Anzeige-Möglichkeit im Armaturenbrett holt man sich auch weitere mögliche Fehlerquellen ins Boot.

Da kam mir der MrFunnel Filter zum Filtrieren während des Tankens gerade recht. Gerade da man so auch sieht was getankt wird, es ein passives Zubehör ist welches nicht kaputt gehen kann. Diese Aufsteck-Filter gibt es in unterschiedlichen Grössen und Fliessraten, so dass ich mich für das grösste Modell entschieden hatte: das Modell F15

Das Tanken in Europa ging damit zügig bei unseren Tests, bei abnehmender Spritqualität in Afrika wurde es dann aber schon zu einem kleinen Geduldsspiel, für mich und die Jungs an der Tanke. Etwas was ich versucht habe mit Trinkgeld etwas auszugleichen. Die Tankstops gingen so auch mal 20 Minuten und länger.

Mit dem MrFunnel auf der Transafrika

Das Bild lässt glaube ich erahnen, dass es auch ein gutes Training für die Arme sein kann.

Bei dieser Art des Filterns stellt sich die Frage wie man den Filter aufbewahrt, so dass er nach dem Tanken nicht vor sich hinstinkt, oder gar schmutzig wird. Wir haben den Filter jeweils gut abtropfen lassen und in drei herkömmlichen Kehrichtsbeuteln sozuagen verschachtelt. Das hat sogar gereicht um den Filter im Innenraum transportieren zu können.

Den Mr Funnel Filter gibt es auch in Europa zu beziehen, am günstigesten habe ich ihn bei Amazon USA gesehen - wenn da nur die lästigen Importkosten nicht wären... Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich auch über ein neues Zubehör gestossen - der mal wieder leider nur in Australien angeboten wird:


Praktische Tasche für den MrFunnel Dieselfilter
der Funnel-Bag
Würden wir wieder mit so einem externen Filter starten, und beim Tanken steife Arme und Wartezeiten in Kauf  nehmen? Definitiv ja, egal ob Transafrika, Seidenstrasse oder Panamericana...

Wenn man einen Zusatztank verbaut hat, wäre aber auch eine praktische alternative denkbar, so dass man nur frisch in den Zusatztank tankt, und dann in den normalen Tank umtanken könnte. Dort könnte man problemlos und für den Fahrbetrieb unkritisch - eine zusätzliche Filtrierung einbauen.

Kommentare:

  1. Hi,
    wir holen uns wahrscheinlich auch einen Mr. Funnel für unsere Panamericana Reise. Zum Durchfluss habe ich aber schon die verschiedensten Aussagen gelesen. Du schreibst "Tanken in Europa ging damit zügig". Konntest du bei sauberem Diesel in Europa ganz normal, also mit vollem Durchfluss, tanken?
    Dass es bei schlechtem Diesel länger dauert ist mir klar, aber laut Reviews aus den USA soll nur eine Gallone (knapp 4l) pro Minute möglich sein - mit gutem Diesel. Das würde mir definitiv zu lange dauern.

    VG
    Daniel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch wenn es "gefühlt" schneller geht mit gutem Diesel - ich würde eher einen Dieselzusatztank Empfehlen - so dass ihr nur an städtischen Tankstellen tanken müsst. 180l Zusatztank & 90l reichen weit.

      In Afrika würde ich auch weiterhin das filtern empfehlen - aber in Südamerika fahren auch modernere Fahrzeuge herum..

      Alle 10k KM den Treibstoff-Filter tauschen - und gut ist :-)

      Löschen