Donnerstag, 14. November 2013

Mückendichte bzw stichfeste Kleidung

Insektenschutz, Stichfeste Kleidung, Mückendicht für die Risikogebiete in AfrikaDie Liste der Krankheiten oder Parasiten die via Blutsauger übertragen werden ist lang, gerade wenn man Europa auf seiner Reise den Rücken kehrt. Neben Malaria, wird ja auch noch das Dengue Fieber via Mücken übertragen - und viele andere Krankheiten (u.a. die japanische Enzephalitis, Gelbfieber, Chikungunya, Lymphatische Filariose, West-Nil-Fieber, Onchozerkose). Welt.de hat dazu eine aktuelleren Artikel schön aufbereitet.

Für unseren Trans-Afrika Trip habe ich mich tiefer mit dem Thema befasst, wie man sich schützen kann. Während man auf der Ostroute eher die Hochrisiko-Gebiete streift, ist man auf der Westroute für lange Zeit mitten drin.

Hochrisiko Gebiete für Malaria, Denue und Gelbfieber in Afrika
Karte für Gelbfieber, Dengue und Malaria sieht regional gesehen sehr ähnlich aus. Quelle: WHO

Neben Medikamenten und Sprays fand ich im Outdoor Bereich stichfeste Kleidung auf Basis des G1000 Stoffes von Fjällräven, sowie mehrere Anbieter die den Wirkstoff Permethrin in der Kleidung verarbeitet haben.

Stichfest und mückendichte Kleidung wegen dem Risiko Malaria, Dengue oder Gelbfieber einzufangenUm das Risiko möglichst zu minimieren, deckten wir uns mit G1000 Hemden und Hosen ein, sowie mit Hemden von Craghoppers "NosiLife".

Etwas lächerlich kommt man sich schon vor, wenn man sich dem typischen Beigen Safari-Kleidungsstil eindeckt, aber unser Respekt vor den diversen Krankheiten war grösser als unsere Eitelkeit.

Der G1000 Stoff fühlt sich einen hauch dicker bzw hochwertiger an,  als ein normales Hemd/Hose, während die Kleidungsstücke mit eingearbeiteten chemikalischen Stoffen sich fast auf dem Niveau von normalen Kleidungsstücken bewegen. Die Verarbeitungsqualität beider Hersteller sind sehr gut.

Wir hatten lang und kurzärmlige Hemden im Gepäck, sowie Hosen mit abnehmbaren Beinteilen, weil wir dachten dass in der Hitze kurz besser wäre.

Erfahrungsbericht:

Die G1000 Hosen haben sich bestens bewährt. Tagsüber haben wir die Beinteile abgenommen, Abends vor der Dämmerung wieder montiert, auch in heissen schwülen Nächten. Selbst mit einem erheblichen Einsatz von DEET haltigem Spray krabbelte und flöchte es dermassen, dass es einfach angenehmer war, die Beine in Sicherheit zu wissen.

Auch oben herum blieben unsere kurzärmligen Hemden weitgehend ungenutzt - weil man einfach zu viele Stiche abbekam. Der G1000 Stoff hielt sein versprechen, nie wurden wir durch die Kleidung hindurch gestochen!

Craighoppers verspricht mit NosiLife dass 90% der Stiche abgehalten werden. Ob das stimmt können wir nicht Einschätzen, da wir Versuche ohne Mückenschutz unterlassen haben. Aber es gab durchaus Stiche durch die Kleidung, obwohl wir diese auch noch mit DEET besprüht hatten.

An heissen und schwülen Abenden ist man sowieso nach 3 Minuten Nass geschwitzt, ob man nun kurz oder lang-ärmlig trägt.

Diese G1000 Hemden und Hosen können wir daher empfehlen.

Wenn wir draussen in der Natur waren, haben wir dazu auch dicke stichfeste Socken aus dem Outdoor Bereich angezogen und über die Beinteile hochgezogen. Nun muss man nur noch Hände, Hals und Ohren dick mit DEET besprühen - schon kommt man auch ohne Stiche durch den Abend. Zugegeben das tragen von Socken in den FlipFlops hört sich echt schräg an, es hat sich aber bewährt weil es an den Füssen trotz DEET, immer wieder  Einstiche gab.

In Afrika lernt man schnell, dass man Abends möglich früh Schlafen gehen sollte, jede Lichtquelle zieht eine unüberschaubare Wolke an Insekten und Getier an. Auch wenn man dann den Abend unbeschadet überstanden hat, fängt mit dem Schlafen gehen die zweite Saison der Mücken an.

Wir haben im Fahrzeug übernachtet. Auch wenn die Türen zu waren, in der kurzen Zeit die wir gebraucht haben um unser Equipment (Kocher, Stühle etc) wieder zu verstauen und ins Auto zu steigen, hatten es immer 4-7 Mücken bis ins Fahrzeug geschafft.
Diese gilt es dann zu jagen und zur Strecke zu bringen - ansonsten hätten oben stehende Massnahmen nicht viel geholfen.

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