Donnerstag, 7. November 2013

Differentialsperren vs LSD vs ATRAC im Reisefahrzeug

Wer noch an seinem Reisefahrzeug-Setup noch am tüfteln ist, wird sich irgendwann auch die Frage stellen, ob es denn Differentialsperren braucht oder nicht. Um es einfach zu machen - dass liegt ganz an euch und an dem was ihr unter die Räder nehmen wollt.

Vergleich von Differentialsperren, offenen differentialen und ATRAC


Folgende Videos zeigen schön warum Differentialsperren oder andere elektrische Helferchen im Gelände nützlich sein können und vor allem - wie schnell sie hilfreich sind. Es braucht wirklich kein hartes Gelände dafür. Ohne Sperren ist man schnell genötigt eine heikle Passage mit höherer Geschwindigkeit zu nehmen, was beim Fahrzeug zu Schäden führen kann.

Hier ein zweiteiliges Video von 4wd Action, die die unterschiedlichen Systeme anschaulich vorstellen und vergleicht.





Und hier zwei schrecklich verwackelte Videos die uns aber die Fähigkeiten der Toyota Crawl-Funktion im Sand vorstellen. Jeder der schon einmal im Sand unterwegs war weiss: ohne Crawl hätte man da erhebliche Arbeit vor sich gehabt, mit Bergeblechen und Schaufeln - oder aber Hilfe von aussen gebraucht.





Ich habe mit einem Land Cruiser mit dem Baujahr 2011 sowohl ATRAC/Crawl auch als zusätzlich ARB Sperren verbaut. Während ich offensichtlich heikle Stellen direkt mit Sperren befahren habe, halfen die werkseitigen Hilfen des öfteren - wenn ich von einer heiklen Situation überrascht wurde.

Im ih8mud Forum findet ihr viel zusammen getragenes Wissen über ATRAC.  Das war jetzt ein etwas Toyota lastiger Beitrag, aber auch die Konkurrenz hat Systeme die ähnlich funktionieren.

Ob Differential-Sperren für eure grosse Reise wichtig sind, dass liegt ganz an euch -  und an den Strecken die ihr unter die Räder nehmen wollt. Mann kann auch die Welt bereisen ohne hoch ausgerüsteten Geländewagen oder gar 4x4.

Wie ihr gesehen habt, kann es ohne Sperren schneller eng werden als die meisten denken, dafür muss man gar keine so grosse Offroad Leidenschaft im Blut haben. Schon wer ab und an abseits eines Feldweges sein Nachtlager sucht, kommt mit Sperren materialschonender zum Ziel.

Wenn ihr Offroad mögt und die heiklen Passagen in der Regel nicht umfahrt, empfiehlt sich meiner Ansicht nach, egal ob ihr schon elektrische Helferchen an Board habt - eine Ausrüstung mit beiden Sperren und natürlich ein sperrbares Mitteldifferential. Die elektrischen Helferchen werden aber immer besser, und bieten teilweise mehr als die klassischen Sperren, wie die Beispiele im Sand gut aufzeigen.
Bei modernen Fahrzeugen geht das wohl in Richtung "sowohl als auch", wenn das Budget es zulässt. Das Reisen an sich sollte immer wesentlich vor den technischen Finessen kommen, denke ich. Daher schaut dass eurer Reisefahrzeug oder dessen Ausbau euch nicht das Budget fürs Reisen aufbraucht.

1 Kommentar:

  1. ich für meinen Teil war auch immer der festen Ueberzeugung mit 100% Sperren ist man ziemlich bulletproof und kommt überall durch... ;-) leider musste ich aber oftmals feststellen, dass dem nicht so ist...viel zu viel hat sich mein HDj80 und sein Gewicht ins Erdinnere gegraben, von Vortrieb keine Spur... ;-)
    Lieber ein leichtes Fahrzeug bsp. mit Quaife Slip-Diffs, die muss man nicht immer ein- und ausschalten, zudem machen Sperren bsp. in einer kurvigen steilen Bergstrasse mit Schnee und Eis nicht wirklich Sinn. Nur ein sperrbares Mitteldiff wie bsp. bei der Standardversion des Landys sind meiner Meinung nach nicht ausreichend für anspruchsvolles Offroadterrain...und Traction Control als alleinige Alternative zu destruktiv.
    Die Seite finde ich übrigens Spitze...weiter so...Grüsse Stef

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