Dienstag, 27. August 2013

Die Kriegsrethorik der Medien im Fall Syrien

Es ist mal wieder unglaublich wie sehr die Medien auch im deutschsprachigen Raum die Kriegsrethorik vorantreiben. Hier ein Auszug aus einer aktuellen Google Suche zum Thema Syrien:

aktuelle News zu Syrien


Die Kommentarfunktion der deutschprachigen Onlinemedien zeigen deutlich dass eine grosse Mehrheit der Kommentar Schreibenden sehr kritisch auf das geschriebene reagieren und nicht glauben dass Assad dem Giftgasangriff ausgeführt hat und auch erst einmal Beweise für den Einsatz sehen wollen.

Mehrheitlich sehr kritische Stimmen zu den Mediennews


Trotzdem wird weiterhin aus allen „Rohren“ von den Medien unkritisch berichtet.

Gerade heute Morgen im Radio auf dem Weg zur Arbeit war nur noch das Thema „wie die USA auf den Giftgas Angriff Assads reagieren soll“ und es wurde im ganzen Beitrag nicht ein einziges Mal hinterfragt – ob den Assad überhaupt hinter dem Einsatz von Giftgas steckt, oder ob der Giftgasangriff stattgefunden hat.

Wie können die Medien die Meinungen ihrer Kunden so ignorieren?

Wird lange genug derart einseitig kommuniziert, wird dann auch die Mehrheit der Bevölkerung es „eingetrichtert bekommen haben“ dass man "etwas tun" muss.

Das dieses "System" von Abläufen als Selbstläufer immer wieder "funktioniert" ist einfach unglaublich. Hinterher wird die Schuld bezüglich falschen Beweisen wieder den Geheimdiensten etc angehängt - die Medien erkennen anscheinend nicht dass sie jedes Mal einen sehr gewichtigen Anteil hatten - ihre Funktion nicht wahrgenommen haben.

Hier ein Beispiel von tendenziöser Berichterstattung:

Ein aktueller Artikel der "Welt" ist interessant: http://www.welt.de/politik/ausland/article119423635/Britisches-Militaer-bereitet-Syrien-Einsatz-vor.html#disqus_thread Interessant ist auch hier die Gewichtung des Inhaltes. Man beachte die Überschrift: Hier wird beleuchtet dass sich das britische Militär auf einen Syrien Einsatz vorbereitet.
Im Artikel selber geht es dann "nur" noch um darum dass die Briten Notfallpläne ausarbeiten. Und als Zusatz dann - was Russland und auch China zum Thema kommunizieren.
Wieso nicht die Überschrift: China zieht parallelen zum Irakkrieg und den fingierten Beweisen - und als Randnotiz dann dass die Briten einen Notfallplan ausarbeiten (den sie wohl eh schon haben)?

Das ist doch das inhaltlich wirklich relevante, oder seht ihr das anders?

Hier ein Statement des Users Semon, welches ich euch unkommentiert vorlegen möchte:

Ist es nun an Russland und China, auf die Einhaltung des Völkerrechtes zu bestehen?

Laut einer aktuellen Umfrage lehnen in Deutschland 69% einen militärischen Eingriff ab. In den USA sind noch 60% gegen eine Intervention (Welt Liveticker vom 27.8).

Die Frage bleibt blos, wie lange die Mehrheite noch gegen einen Eingriff ist, wenn die Medien die Bevölkerung konstant mit Kriegsrethorik berieseln.

Wird Obama überhaupt auf eine deutliche Mehrheit innerhalb der US Bevölkerung bezüglich einer Intervention warten? Oder ergibt sich diese Mehrheit während der "Operation"?

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