Dienstag, 23. Juli 2013

Portable Wasserfilter Systeme für die grosse Reise

Für alle die eine grössere Reise unter die Räder nehmen wollen - stellt sich natürlich auch die Frage nach sauberem Trinkwasser.

Man muss schliesslich nicht weit fahren, um sich mit Bakterien, Keimen und anderen Verunreinigungen im Wasser herumschlagen zu müssen.

Szenario 1

Hier gibt es natürlich auch mehr oder weniger pragmatische Ansätze. Man kann es sich beispielsweise auch einfach machen, und Trinkwasser in Flaschen Vor-Ort kaufen - und ungefiltertes Brauchwasser für Abwaschen und Körperpflege in Kanistern mitführen.
Sobald man abgelegenere Orte ansteuert, oder über längere Zeit Autark sein möchte - wird dieser Ansatz aber zunehmend unpraktisch.

Szenario 2

Ein anderer Ansatz ist das behandeln des Wassers im Wassertank mit Silberionen oder Chlor. Hier sind insbesondere die Produkte von Katayn bekannt: Micropur Auch hier gibt es Nachteile wie z.B. den Geschmack der auf Plattformen wie Amazon kontrovers diskutiert wird. Hier gilt es: ausprobieren.

Szenario 3

Portabler Wasserfilter von Katadyn Wer ausschliesslich das Trinkwasser reinigen möchte - das heisst eine niedrige Literanzahl sauberes Wasser pro Tag benötigt - kann auf Artikel aus den gängigen Outdoor Geschäften zurückgreifen. Hier gibt es ein grosses Angebot an verschiedenen Ansätzen.

Am bekanntesten ist hier wohl Katadyn, dieser Hersteller bietet hier von "ultra leichten" Trinkflaschen-Modellen für Wanderer bis hin zu grösseren Handpumpen hin einiges an. Hier wird hauptsächlich mit mit feinen Keramikfiltern gereinigt.

Weiterer Hersteller auf dem Markt sind Lifesaver und Lifestraw

Auch hier gibt es kleine tragbare Flaschen bis hin zu Kanistern für grössere Mengen an Wasser eine grosse Palette von Produkten. Hier ein Video von dem Einsatz eines Flaschen-Filters




Für uns Reisende kommen andere tolle Lösungen wie z.B. die Sodis-Methode wohl eher nicht in Frage, trotzdem sollte auch dieses Konzept an dieser Stelle genannt werden.

Szenario 4

Für unsere Afrikareise war uns das alles "zuwenig". Wir haben uns einen 85L Wassertank im Fahrzeug verbaut - und wollten gar nicht erst verunreinigtes Wasser tanken. Meine Idee war - das Wasser direkt bei der Aufnahme zu filtrieren, um im Wassertank dann Wasser in Trinkwasserqualität zu haben.

Zum einen ist die Nutzung bequemer, zum anderen wollen wir entspannt Abwaschen und  Duschen können, ohne darauf achten zu müssen mit was für Wasser wir in Kontakt kommen.

Gesucht wurde meinerseits ein drei stufiger Wasserfilter mit Grobfilter, Aktivkohle Filter und UV Brenner. Das ganze sollte via 12v Zigarettenanzünder Stecker betrieben werden, eine starke elektrische Pumpe für ein schnelles Auftanken sorgen. Von der Filterleistung her sollte es möglich sein direkt aus einem Fluss oder Wasserloch Trinkwasser zu gewinnen.


12v Wasserfilter Aktiv Kohle, UV Strahler, UV Brenner, UV Reaktor
Hier ein portabler 3 Stufen Wasserfilter (Grobfilter, Aktivkohle, UV Brenner)
mit 12v Zigarettenanschluss und Suflo Wasserpumpe.
Nach einiger Rechereche bin ich über zwei Anbieter gestossen, die solche Filteranlagen anbieten und auch auf die Bedürfnisse der Kunden hin anpassen.

FSM Wasseraufbereitung  (u.a. im Brauerei-Bedarf tätig )

PURION GmbH (bekannt auch in der Wohnmobil Szene)

Silvertex Wasserkonservierung mit Silberionen
Silvertex Vlies

Der Filter wurde innert Wochenfrist gebaut und geliefert. Um Gewicht und Platz zu sparen haben wir die Komponenten jedoch fest im Fahrzeug verbauen lassen. Nun können wir dank Schlauch und Pumpe an jedem Fluss/See Trinkwasser beziehen.

Das so gefilterte Wasser im Tank haben wir zusätzlich mit einem Silvertex Vlies konserviert. Die Silberbeschichtung reagiert mit dem Wasser und es werden Silberionen freigesetzt. So kann sich weder ein Biofilm im Wassertank bilden, noch das Wasser nachträglich verkeimen.

Dieses Konzept hat sich vor und nach der Reise bewährt, auch nach 3 Monaten Standzeit war das Wasser im Tank noch geniessbar, und kein Biofilm vorhanden. Das grosse Reinigen kann man sich so also ersparen.

Auf unserer Reise konnten wir das Wasser ausschliesslich vom Wasserhahnen beziehen (Dorfbrunnen, Hotels, Tankstellen) - und konnten uns versuche mit Flusswasser ersparen. Dennoch waren beide Filterkartuschen gut zugesetzt - ein Zeichen dafür dass auch das Wasser aus dem Wasserhahnen im Ausland besser gefiltert werden sollte.

Wer seinen Filter lieber selber bauen möchte, der findet sicherlich folgenden Beitrag spannend: Die Wasserfilter-Anlage selber bauen

Welches Szenario nutzt ihr? Was hat sich bei euch bewährt? Schreibt doch einen Kommentar.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Vergleichstest Bergehilfen: Sandbleche, Maxtrax Waffleboards inkl. Video

Jeder Reisende fragt sich in der Planungsphase, ob und welche Bergehilfen er für seine Reiseziele benötigt oder mitführen sollte.

Das Overland Journal hat schon vor einiger Zeit einen ausführlichen Vergleich verschiedener Bergehilfen durchgeführt. Diesen Test hatte ich letztes Jahr gelesen - aber leider nicht unter den Favoriten abgespeichert. Nun nach einem kleinen Rechereche-Marathon habe ich ihn doch wieder aufgespürt.

Getestet wurden folgende Bergehilfen: klassische Sandbleche, Maxtrax, Pillowtrack und verschiedene Waffleboards:

Vergleich verschiedener Bergehilfen und Tools inkl. Video

Neben dem schriftlichen Vergleich ist auch das dazugehörende Video wunderbar um einen Eindruck über die Fähigkeiten zu gewinnen:



Und hier der Link zum schriftlichen Vergleich im Expeditionsportal

Schön ist auch dass ausführlich auf die Vor- und Nachteile einzelner Produkte eingegangen wird.

In der zwischenzeit sind natürlich einige neue Anbieter und Produkte auf den Markt gekommen wie z.B. die TRED - aber immerhin kann man die verschiedenen Arten von Bergehilfen nach diesem Bericht etwas besser einschätzen.

Ich habe mich nach dem lesen unzähliger Erfahrungsberichte, Sichtung von Youtube Videos und dem Lesen von Reviews / Vergleichen für die Maxtrax entschieden.

Um ehrlich zu sein habe ich auf Reisen bisher den jeweils einfachsten Ausweg gesucht - nach dem versenken des Fahrzeuges: die Seilwinde. Daher kann ich bis anhin noch keine persönliche Erfahrungen zu dem Maxtrax beisteuern.

Auch die Zeitschrift 4x4Action hatte im 2012 diverse Bergehilfen getestet. Die Ergebnisse (ohne Details zu den Testverfahren) lassen sich im T4Forum als registrierter User herunterladen.

Im Mai 2013 hat die 4x4Action wieder einen Test durchgeführt, und dabei unter anderem auch die TRED und die Element Rampe von Smittybilt unter die Lupe genommen. Diese Ausgabe ist noch immer im Internet bestellbar, greift also zu bevor auch diese Ausgabe vergriffen ist.

Einen ausführlicheren Test von verschiedenen Bergehilfen kenne ich nicht, aber vielleicht kennt ihr ja weitere Reviews / Tests / Vergleiche die hier genannt werden sollten? Schreibt doch einen Kommentar.

Eventuell interessiert euch auch noch der Beitrag über den Vergleichstest elektrischer Seilwinden, wo auch einige unabhängige Tests zusammen gekommen sind.

Dienstag, 9. Juli 2013

TRED Bergehilfen

Rein zufällig bin ich mal wieder über ein Produkt gestolpert, Bergehilfen die ziemlich ähnlich aussehen wie die altbekannten Maxtrax.

Einen "Review" oder einen Vergleich mit anderen Bergehilfen ist aktuell noch nicht zu finden, aber trotzdem sind sie schon in gut sortieren Onlineshops in Europa verfügbar.

TRED Bergehilfe Sandblech

Sie sind in zwei verschiedenen Längen verfügbar, in 80cm Länge für leichtere Fahrzeuge wie Beispielsweise den Rav4, sowie in 110cm für schwerere Fahrzeuge. Auf Wunsch sind sie in mehreren Farben erhältlich - was aber wohl mit einer längeren Lieferfrist eimher geht, da auch hier ein australische Firma dahinter steht. Wer Erfahungsberichte sucht, wird in australischen Foren fündig.

Preislich sind sie etwas unterhalb der Maxtrax angesiedelt.

Für mich ein neues Produkt welches vor einem Jahr in Australien auf den Markt gekommen ist. Ich vermute mal dass in den Vergleichstests die viel aggressiveren "Noppen" der Maxtrax die bessere Traktion bieten werden,  aber warten wir das einmal ab... .

Anbei ein Video über die Anwendung der Treds:



Wie man im Video sehen kann - scheinen sie durchaus zu funktionieren. Auffällig ist, dass in den meisten Videos mit 2 Paaren gearbeitet wird - während bei den Maxtrax üblicherweise ein Paar im Einsatz ist.

Herstellerlink: http://www.tred4x4.com/index.php/products

Bezugsadressen im deutsprachigen Raum: Offroad Hesch und Trip-Tec

Die Maxtrax werde ich in einem anderen Beitrag vorstellen - dieses Produkt dürfte den meisten von euch ja sowieso schon bekannt sein.

Neben den TRED Bergehilfen gibt es auch noch andere Produkte wie z.B. die Element Ramps von Smittybilt, oder die Sand Tracks -  die in meinen Augen Nachbauten oder zumindest sehr ähnlich aussehende Produkte sind.